Auf geht es in Richtung Suedinsel…

Aukland – Matamata – Rotura – Lake Taupo

Nachdem uns Aukland im Regen stehen ließ, haben wir uns entschieden bereits ein paar Tage früher in Richtung Südinsel aufzumachen. Mit ein wenig Gefühl und Goodwill haben alle Taschen und Sachen in unseren Van (wir nennen ihn liebevoll „Sanchez“) gepasst und es konnte losgehen.

Wir haben uns vorgenommen Wellington in drei Tagen zu erreichen. Das Tagesziel hieß Lake Taupo im Zentrum der Nordinsel. Eigentlich wollte Anne-Kathrin zu den Waitomo Caves fahren und dort die riesigen Glüwürmchen-Kollonien bewundern, doch da unsere Reise erst begonnen hatte und ich lieber die Landschaft genießen wollte hießen unsere Ziele Matamata und Hobbition. Als wir die Kleinstadt Matamata erreicht haben, merkten wir jedoch schnell, dass 50$ für den Besuch der Filmkulisse „Hobbition“ doch nur etwas für Hardcore-Fans sind. In einer „wilden“ Verfolgungsjagd sind wir dem Touribus gefolgt, doch die Kulisse ist sehr gut hinter ein paar weiteren Hügeln versteckt und man sieht einfach nichts, ausser natürlich wunderbare Natur.


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Von unserer Bekanntschaft aus Aukland, einen Künstler aus NY (begann 73 mit Graffiti) der am Skytower drei große Leinwände gemalt hat, bekamen wir den Tipp nach Rotura zu fahren. Während wir mit ihm über alte Zeiten sprachen und die Anfänge von Hip-Hop und der Zulu-Nation um 1973, warnte er uns vor dem Gestank in Rotura. Er scherzte und sagte in New Jersey riecht es manchmal ähnlich. Und genauso kam es auch, in einer sehr kleinen Stadt gabe es einige Sights an denen man Geysire und brodelnde heiße Quellen aus Schwefel bewundern konnte. Schön anzusehen, aber den Geruchsnerv sollte man ausschalten.
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Da wir von all dem Herumfahren doch etwas hungrig waren und noch vor Sonnenuntergang etwas Essen machen wollten, haben wir uns einen sehr schönen Platz am See gesucht und unser Campinggeschirr ausgepackt. Leider war es aber so windig, dass wir uns mit einer Schüssel Frühstückscerialien begnügt haben und im Auto gegessen haben.

 

Lake Taupo – Turangie – Napier

Die Sonnenstrahlen haben uns durch das Panoramadach geweckt und wir haben uns auf den Weg zum Turangio Nationalpark gemacht. An einem Lookout-Spot konnten wir über das gesamte Tal und den Lake Taupo blicken und unser Frühstück genießen. Ein wunderbarer Start in den Tag.

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Nachdem wir uns die Berge hinaufgearbeitet haben, mussten wir erfahren das es ab der Grenzstation zum Nationalpark nur noch mit Allrad oder Schneeketten weitergeht. Also hieß es einfach die Fahrt nach Napier fortsetzen. Der strömende Regen und der peitschende Wind haben uns die Entscheidung ein wenig einfacher fallen lassen.

Nach einem nicht enden wollenden Ritt über ungepflasterte Strassen (27km können so lang sein…) und gut 90 km normaler Strasse haben wir Napier erreicht. Der klassische Anlaufpunkt für uns ist der i-Site (Stadtinformation) welche in NZ sehr gut ausgestattet sind. Wir ließen aus uns nicht nehmen für 6$ in das Spa-Center zu gehen und uns im Pool und Whirpool gutgehen zu lassen. Eigentlich wollten wir am Bill-Hill Lookout, dem höchst gelegenen Punkt der Stadt übernachten, doch als wir schon den Schlaf der Gerechten hatten wurden wir von der Security freundlich gebeten nicht hier zu bleiben. Ehrlich gesagt haben wir uns das nicht zweimal sagen lassen, denn bei 90km/h Wind wackelt Sanchez schon ziemlich stark. Also sind wir einfach zu Strand gefahren und haben uns neben ein paar weitere Camper gestellt.

Napier – „Kathmandu“ – Hastings – Wellington

Am Morgen konnten wird endlich den Sonnenaufgang von einem Punkt genießen an dem wir uns fast sicher sein können, dass kaum einer vor uns die Sonne an dem Tag sehen wird. Ein wirklich wunderbares Schauspiel hat sich dann am Horizont über dem Ozean abgespielt.

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Nach einem kurzen aber interessanten Stadtrundgang durch die Stadt mit dem Zentrum im Art-Deco Stil haben wir einen Kathmandu Shop gefunden und wollten uns nur für den am Freitag beginnenden Easter-Sale informieren. Doch dann hieß es Early-Bird Bonus abgreifen und am Sale teilnehmen. Also haben wir kurzerhand unser Shopping vorverlegt und neue Schlafsäcke, Isomatte und Campinggear gekauft. Alles um 50% reduziert, was die Entscheidung für neue Dinge etwas einfacher macht :)

Bei sonnigem Wetter geht es 300 km nach Wellington und Anne-Kathrin fährt Sanchez bergauf und -ab, durch kleine Städte als hätte sie das schon immer gemacht. Nur der Kreisverkehr ist linksherum doch noch ein wenig gewöhnungsbedürftig…

Den Abend durften wir bei Alex und Holger in Wellington geniessen. Bei Nudeln und frischen Muscheln in Tomatensosse wurde bis tief in die Nacht hinein erzaehlt und von Reisen in Neuseeland geschwaermt. Mit sehr viel Glueck konnten wir sogar noch eine Faehre fuer heute Mittag buchen. Also heisst es nun Sachen packen und auf zur Suedinsel.

Ein Gedanke zu „Auf geht es in Richtung Suedinsel…“

  1. Hallo Ihr zwei,
    schön dass es bei Euch so gut vorran geht. Wollten Euch nur sagen, dass wir Oma&Opa mit Euren spannenden Geschichten auf dem Laufenden halten und Ihnen alle News ausdrucken.
    Viele Grüße von den Beiden und natürlich auch von Uns.

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