Volpe – Brügge – Brenden

Es sollte ein recht entspannter Tag, jedoch hatte er ein etwas aufregendes Ende gefunden. Gemütlich sind wir gegen 9.30 Richtung Brügge aufgemacht und haben ganz in Ruhe auf der ganz rechten Spur unseren Rythmus bei 90-100 km/h gefunden. Es hat schon fast etwas meditatives diese Einschränkung auf eine bestimmte Geschwindigkeit.

In Belgien angekommen, haben wir eine kurze Mittagspause bei einem sehr leckeren Eckimbiss gemacht und uns mit frischem Obst eingedeckt. Von dort ging aus auf nach Brügge. Da dort jedoch die Stellplätze rar und vergleichsweise teuer sind, haben wir uns entschlossen nach Oostende zu fahren. Leider waren wir auch dort nicht die ersten und auf dem sowieso schon sehr engen Parkplatz waren alle WoMo Plätze belegt. Also Planänderung und ab nach Brenden, einem kleinen beschaulichen Örtchen, dachten wir. Doch als wir ankamen war nicht viel zu spüren von Dünen und einer alten Festung von Napoleon, denn wir sind mitten in die Bettenhochburg und Flaniermeile gefahren und haben einen kleinen Kulturschock erlitten.

Wieder einmal hatten wir riesiges Glück mit den Einheimischen und Anne-Kathrin hat einen netten alten Herren getroffen der uns zu unserem Zielplatz führte. Er hat uns nicht einfach den Weg gesagt, nein er ist uns hinterher gefahren und hat uns angehalten. Schliesslich sollten wir ihm folgen und er hat uns praktisch bis vor die „Haustür“ des Stellplatzes gebracht. Sehr sehr nett.

Der Stellplatz war wie geplant am Hafen und wir haben uns zwischen 20 anderen WoMo einsortiert. Der Hafen war recht ein einfacher Fischerhafen mit einigen Booten und einer alten Industrieruine, die mit einigen wirklich schönen Bildern geschmückt war. Der Abend war sehr entspannt und wir haben zwei gemütliche Strandspaziergänge gemacht. Wir waren gerade dabei die Mädels ins Bett zu bringen, als das belgische Ordnungsamt vorbeischaut und meint das man hier ab sofort nicht mehr übernachten darf. Die belgischen Camper sind aus allen Wolken gefallen und haben es auf den Minister geschoben, der den Hafen zu einer feinen Wohngegend ausbauen möchte und da sind Camper scheinbar nicht ganz so gewünscht. Schlussendlich nahmen es alle mit Humor, da die Regel nur besagt das man nicht auf öffentlichen Großparkplätzen stehen darf, wohl aber in den Seitenstrassen drumherum. Also haben wir uns neben 4 andere nette WoMo und ihre Besitzer gereiht und die Nacht im Hafen verbracht.

Morgen steht dann endlich der Besuch von Brügge auf dem Besuch und anschliessend Veurne oder eventuell gleich nach Frankreich. Schauen wir mal was uns erwartet.

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