Baranga – Chaves – Guimares

Heute hatten wir uns eigentlich vorgenommen einen Teil der Route vom WoMo-Buch abzufahren und die Gegend in Ruhe zu erkunden. Am vormittag halten wir vorsichtshalber an der Touri-Info, um zu fragen wo die Waldbrände sind und ob wir auch der Tour auch sicher sind.

Auch wenn die ältere Dame nicht wirklich Bescheid wusste, ausser das was in den Abendnachrichten kam, hat sie uns grünes Licht gegeben und sogar noch Extra-Tipps für die Gegend im Wald.
Es kam was kommen musste…wir fahren die landschaftlich schönen, einfachen und langsamen Landstrassen zu unseren Zielen und am Horizont sehen wir einige Rauchschwaden. Da es ständige Serpentinen waren, konnten wir auch nie so recht sagen ob wir auf Feuer treffen oder nicht.
Leider hatten wir nicht so viel Glück und sind tatsächlich bei Chaves in das brennende Gebiet gekommen und zu unserem Erstaunen war niemand auf der Strasse der uns vor der Durchfahrt gewarnt hat. Somit waren unsere Kinnladen ganz weit unten und unser Herz in der Hose, als wir auf einmal einen Strassenabschnitt vor uns hatten bei dem es links und rechts von uns noch brennt. Auch wenn es „nur noch“ die Reste des Feuers waren, hat uns das völlig gereicht. Schliesslich haben wir auch gesehen wie viel Wald das Feuer schon zerstört hat.

chaves

Nach dieser unvergesslichen Situation haben wir unsere Reiseroute geändert und haben nach kurzen Tankstopp in Chavez unsere Fahrt in Richtung Braga fortgesetzt. Als Kleinfamilie mit zwei Kindern haben wir nun einiges mehr an Verantwortung und wollen da lieber auf Nummer sicher gehen.

Unseren Übernachtungsstopp haben wir in dem sehr schönen Städtchen Guimares gemacht. Die Stadt war die Geburts- und Hauptstadt von Portugal und die sehr gut erhaltene Burg und das Schloß zeugen noch von dieser Zeit. Hier ist es irgendwie gemütlich mit vielen Cafes an den Plätzen und netter Atmosphäre in der Altstadt. Guimares war 2012 auch Europ. Kulturstadt. Am Abend sind wir noch durch die Strassen gezogen. Guimares – das positive Highlight des heutigen Tages.

Noch eine tolle Begebenheit – auf dem Parkplatz am Fuße der alten Burg, der unser Übernachtungsplatz werden sollte, kamen Polizisten für Ihre wie es aussah Raucherpause. Anne ist kurz zu Ihnen rüber gegangen um sich zu erkundigen, ob der Platz noch immer offiziell als Übernachtungsplatz genutzt werden dürfte und ob es Neuigkeiten zu den Feuern gibt. Feuer gab es aktuell in der Gegen nicht und ja, der Platz wo sich schon einige Womos eingefunden hatten, konnte als Stellplatz genutzt werden. Da kam unsere Mia-Sophie mit Ihren restlichen zwei Nuckels rüber gedackelt und wollte diese an die Nuckel-Polizei überreichen. Die Nuckel waren aber so fest in Ihrer kleinen Hand und ein leises und schüchternes „nein Mama.. Nuckel nicht hergeben“ hat dann auf alle Gesichter ein Lächeln gezaubert. Gut, dass die Polizisten gutes Spanisch sprachen. Ganz schüchtern wollte sich Mia dann nicht mal mehr ins Polizei Auto setzen. Eine einmalige Gelegenheit, so hoffe ich, einfach mal so verstreichen lassen.

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