Lissabon

Nun hiess es zwei Tage die Hauptstadt Portugal’s erkunden. Von unserem Stellplatz aus war es eine halbe Stunde mit der Strassenbahn bis ins Zentrum. Da die Bahn auf halber Strecke ausgefallen ist und alle Mann in Busse umsteigen mussten, war es ordentlich eng. Eine sehr nette Omi hat sich dann einfach Mia-Sophie auf ihren Schoss genommen und sie 20 Minuten festgehalten und ab und zu gestreichelt. Fand unsere Mia während der Fahrt nicht so prickelnd, aber sobald wir ausgestiegen sind sagt sie dann „Liebe Omi. Danke“. Unsere Mia ist wohl eher eine Schüchterne.

Da wir verpasst haben uns ein Tagesticket zu holen und wir gern zu Fuss unterwegs sind, haben die Inmenstadt ordentlich erkundet und uns über die schattigen Bäume gefreut. Ein Mittagsstopp im Corte Ingles war sehr wohltuend und gab wieder Kraft für den Weg nach unten. Wir haben uns sogar einen Besuch im Starbucks gegönnt und es waren sicherlich 90% Touristen im Laden. Warum soll ich mehr als 3,50 Euro für einen Kaffee ausgeben, wenn er in Portugal im Schnitt 0,70 Euro kostet. Aber es gab wieder kostenlos W-Lan und das entschädigt auch. Am Abend hatten wir dann viel gesehen und waren mal so richtig platt und hatten keinen Nerv mehr um uns Belem anzusehen.

Am zweiten Tag hatten wir dann auch eine Tageskarte, die es in jeder Metro Station gibt, und sind ausgiebig mit den Bahnen gefahren. Die Linie 28 und 12 sind auf jeden Fall ein Erlebnis, denn die engen Gassen und steilen Berge meistern die alten Bahnen in störischer Gelassenheit. Mia-Sophie hatte reichlich Spass, besonders am regelmässigen Klingeln der Bahntröte und dem heraus lehnen aus den Fenster. Die Gassen sind teils so eng, dass man die Hand der Omis, die aus den Häusern lucken, abklatschen könnte. Theoretisch natürlich….

Portugiesen sind sehr Kinderlieb, Amelie ist egal wo wir hinkommen immer das Highlight, wird betätschelt, bespasst und es gibt immer ein „Ahhh que linda“. Es wird ein Sitz für Mia frei gemacht und Anne, die Amelie meist im Manduca vor sich trägt, bekommt sofort in der Bahn oder im Bus einenPlatz angeboten. Anders als in Berlin, wo man sogar als Hochschwangere den Sitzplatzkampf in der Bahn verlieren kann.

Sehr bescheiden war leider das Mittagessen. Wir hatten alle riesen Hunger, aber das Restaurant und die Portionen waren nicht nur mehr als dürftig, sie waren auch noch sehr überteuert. Bitte unbedingt einen Bogen um diesen Laden machen. Kein tolles Geburtstagsessen.

Am Nachmittag haben wir noch die Convento dos Jeronimosin Belem angesehen. Das war ein wirkliches Highlight, schon allein aufgrund der schieren Grösse und wegen dem unermesslichen Prunk und der Detailverliebtheit im Inneren der Kirche. Auch wenn wir „nur“ die Kirche besucht haben und uns die 7 Euro Eintritt für das Kloster gespart haben, war es ein interessantes Erlebnis. Und für Mia-Sophie wieder ein sehr altes Haus…

 

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