Alle Beiträge von michael

Ozeata – Biarritz –

Den nächsten Tag haben wir im Park gechillt. Zwischen den kleinen Regenschauern den Park um den See herum mit Laufrad erkundet, das WoMo von außen und innen flott gemacht und einfach mal fünfe gerade sein lassen. Ist ja auch mal nett im Urlaub. So viele Realaxtage hatten wir nun ja noch nicht. Sind eigentlich fast immer auf Achse und großer Erkundungstour.

Für die Nacht haben wir uns dann im Park eine neue Stelle zum schlafen gesucht. Die Nächte sind schon etwas unangenehm kalt, wo man tagsüber mit leichter Jacke rum läuft, zieht man nachts lieber die lange Merino Unterwäsche an. Glück für Mia-Sophie, denn Nachts hat uns eine ganze Armada an Mücke besucht. Micha und Mia sind dann von der Höhle, die von Mückenarmee scheinbar als ihr Hauptquatier genutzt wurde, runter zu Anne und Amelie gezogen. Die Nacht wurde dann immer wieder auf diese zähen Dinger Jagd gemacht, an schlafen nicht zu denken. Also die zweite Nacht für Anne ohne richtig Schlaf. So war ich dann am nächsten Tag auch drauf.

Nach dieser wunderbaren Nacht haben wir die spanische Grenze Richtung Frankreich überquert, auf der Flucht vor den Mücken. Dieses Mal haben wir Acht darauf gegeben auch die Maut Autobahn zu nutzen, denn die Maut freie Strecke durch die Pyrenäen auf der Hintour war eine Quälerei.
In Frankreich sind wir dann noch mal Richtung Küste in den Luxus Badeort Biarritz gefahren. In langen Klamotten aus dem WoMo ausgestiegen, gab es erstmal ein Schlag ins Gesicht. Biarritz begrüßte uns mit 39 Grad in der Sonne und diese schien auch den ganzen Tag. Entsprechend gejazzt machten wir uns auf in die Stadt, vorbei an 320 Euro Blüschen und 200 Euro Hermes Gürteln. Die Stadt war zwar etwas abgehoben, aber der Strand mit seiner Brandung dafür aber voller cooler Surfer Boys. Eine Entschädigung für die verheirate Mama, die heute etwas mit Ihrem Kreislauf zu kämpfen hatte.

Schwitzend und echt fertig haben wir aus unserem France Passion den nächsten Bauernhof raus gesucht. Leider war der Hof in ?? nicht der Knaller, hier begrüßten uns kläffende Hunde und ein Mini Parkplatz. Es sollte mal die Farm von Napoleon III. gewesen sein, mhhh. Also weiter zum nächsten Platz. Der Platz im Garten von Familie war hingegen das reinste Paradies. Auf der großen Wiese mit vielen Bäumen konnten wir gemütlich und in himmlischer Ruhe grillen und Mia-Sophie sich mit dem Hund der Gutsbesitzer anfreunden.

Guadalix – Burgos – Naturpark Ozeata

Ein kurzer Brötchen Stopp in Buitago, dann hoch auf 1.400 m, noch weitere 148km geradeaus auf der Autobahn für Micha bis nach Burgos.

Burgos mit seiner schönen Kathedrale haben wir uns mit etlichen Jacobsweg Pilgern geteilt. Da die Kapelle als kostenloser Teil der Kathedrale gerade bis um 5 Uhr Mittagspause, wie auch all die anderen kleinen Geschäfte gemacht hat, haben wir ein wenig die Altstadt erkundet, einen leckeren Bombom Kaffee genossen und uns dann zu unserem Nachtlager, dem Naturreservat „Parque de Garaio“ aufgemacht.

 

In der Nebensaison sagen die Parkwächter auch nichts, wenn man in der Nacht sein WoMo im Park abstellt. So hatten wir in der ersten Nacht unser Lager unter Bäumen direkt am See aufgeschlagen. Der Regen in der Nacht, die Stimmen von Wanderern die des Nacht noch mal am Womo entlangzogen und die Tatsache, das man sonst den Park wahrscheinlich gänzlich ganz für sich alleine hatte, ließen den Wuzz, das Muttertier nicht schlafen. Gut, dass das iPad voll geladen war und es die gesamte erste Staffel von „Suits“ für die nächtliche Unterhaltung bereit hatte.

Aranjuez – Madrid – Guadalix

Wow, Madrid im Schnelldruchlauf. Eigentlich wollten wir heute gemütlich in Aranjuez abhängen, Churros mit Chocolate geniessen, Touri Bimmelbahn zum Schloss und durch den Park fahren und einfach mal den Sonntag geniessen. Es war ein bisschen wie die Parkanlage in Potsdam, aber die Innenstadt war wirklich nicht aufregend. Da wir in Spanien sind und auch die Bimmelbahn Mittagspause macht, wurde uns Arajunez zu langweilig und wir haben uns schon heute zu unserem Etappen-Ziel (ja, wir arbeiten mit Etappen Zielen), Madrid aufgemacht.

Was soll man sagen, echt coole Metropole Madrid. Haben für unseren kleinen Smart Verschnitt sogar in der Innenstadt, nahe der Oper einen Parkplatz gefunden. Mit Stadtkarte unterm Arm bewaffnet sind wir los marschiert. Die Highlights die wir sehen wollten, waren alle fussläufig erreichbar und so konnten wir alles recht gut sehen.
Da wir uns Madrid für eine Städtereise aufheben wollen haben wir es bei diesem Zwischenstopp belassen und sind zurück zur Ellie und weiter Richtung Burgos gefahren. Nachtstopp Guadalix.

So in Guadalix (hört sich an wie aus einem Asterix und Obelix Streifen)ist heute am 30.09. offiziell das Herbstwetter auch bei uns angekommen. Regnerisch, grauer Himmel und kalte Füsse im WoMo. Langsam auch bei uns angekommen ist die Gewissheit, dass es jetzt in Richtung Heimat geht. Wir haben zwar noch knapp 14 Tage bevor wir in unserem ersten heimatlichen Hafen, in Zwicke bei Michas Eltern, einlaufen aber es ist uns solangsam bewusst, das auch diese schöne und aufregende Zeit zuende geht. Schade, wie schnell so knapp 3 Monate Reisen rum sein können. Aber jetzt erst mal genug von der Melancholie, dass Wetter drückt aufs Gemüt, und auf zu neuen Abenteuern :)

Wir haben in dem kleinen Dorf neben einem Spielplatz geparkt und zufällig entdeckt, das das ganze verschlafene Dorf über WiFi verfügt. Sehr ungewöhnlich aber für uns sehr praktisch. Das haben wir nun schon ein paar Mal erlebt.

Carmona – Cordoba – Rado

Nach einem gemütlichen Spaziergang durch Carmona, ging es Richtung Cordoba. Da wir hier keinen ordentlichen Parkplatz gefunden haben und wir alle ein bissl müde vom letzter Nacht waren, hieß es schnell „bye, bye Cordoba“.

Haben heute somit noch richtig Strecke auf der Autobahn machen können und uns ins Richtung Madrid aufgemacht und in Aranjuez gehalten. Schöner einfacher Stellplatz in einem grossen Park und in unmittelbarer Nähe zu einem feinen Restaurant. Darin hat sich für diesen Samstag eine grosse Hochzeitsgesellschaft, samt grossem Reisebus und Blaskapelle eingemietet. Das war keine Problem bis zu dem Zeitpunkt als um halb fünf die Feier vorbei war und alle nach Hause sind. Das war für das sowieso schlecht schlafende Muttertier zuviel und die Nachtruhe war vorbei.

Sevilla – Carmona

Am Samstag, war internationaler Tag des Tourismus, so dass wir heute sogar kostenlos die Festung Reales Alcazares besuchen konnten. Dann noch auf ins Gassengewirr des Barrios Santa Cruz, einen Mitagsstopp hinter dem Wahrzeichen von Sevilla, dem Turm Giralda, noch ein bisschen Schlendern und dann den Bus zurück zum Hafen zu unserer Elli. Leider hatte der Stellplatz keine Entsorgungsmöglichkeit, so dass wir zwar mit vollem Wassertank, aber halbvoller Toilette weiter ziehen mussten.

Sevilla, du hast uns gut gefallen, wir kommen bestimmt irgendwann mal wieder.

Eigentlich wollten wir uns nach Sevilla in Richtung Malaga und Granada aufmachen, noch mehr von Andalusien erleben, die Alhambra besuchen, noch mal zurück zum Strand und einfach noch mal Sonne tanken bevor es in den grauen Winter geht.
Für die nächsten Tage war jedoch für ganz Spanien schlechtes Wetter angesagt und irgendwie hatten wir auch genug von Umwegen und zu vielen Highlights die ineinander übergehen. Es ist zu schade, wenn man ein Highlight wie die Alhambra einfach nur noch auf seinem Zettel abhakt und es sich in die lange Reihe von Burgen, Schlösser und Kirchen einreiht. Ausserdem wollten wir nicht zurück nach D eilen, sondern auch die Rückreise gemütlich angehen und halten wo es uns gefällt.

Den Abend haben wir in einer Taberna mit Tapas in Carmona verbracht. Leider sollte die Nacht etwas unruhig werden. Irgendwann gegen Morgen hat sich die Dorfjugend auf unserem Parkplatz eingefunden , die Mucke in Ihren Flitzern aufgedreht, sich um die Autos gestellt und endlos gequatscht, was man halt so um 5 Uhr morgens macht. Leider lief die Musik in Endlosschleife, so dass auch die irgendwann richtig auf den Keks ging.

Sevilla

Regen in Sevilla, 28 Grad statt 40 Grad im September, ungewöhnlich aber wahr. Sevilla hat uns gut gefallen. Alles in Laufdistanz, eine wahrlich schöne Innenstadt mit vielen sehr gut restaurierten Häusern, Shops, Cafes, Tapas Bars und dazu noch ein Fluss mitten durch die Stadt, was will man mehr.

Der erste Tag war vollgepackt mit Sightseeing und die Stadt beim gemütlichen Kaffee geniessen. Als erstes war die Kathedrale Santa Maria mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Turm Giralda dran. Wobei wir es den anderen Touris überlassen haben den Turm zu besteigen. Das Columbus Grab, die Retablo und vielen anderen Highlights der Kathedrale haben wir dennoch auf uns wirken lassen.

Den Abend haben wir mit einer leckeren Paella am Fluss ausklingen lassen. Es war schon unheimlich dunkel als wir endlich unseren Bus zurück zum Stellplatz gefunden hatten. Der Platz lag etwas ausserhalb an einer Marina, aber mit dem Bus für 99 Cent sehr gut angebunden. Kann man auf jeden Fall weiter empfehlen.

Alte – Faro – Manta Rota

In Alte mussten wir natürlich die Gunst der Sunde nutzen und so sind Mia-Sophie und Michael ein paar Mal mit der Giesskanne zum Brunnen gelaufen um die Ellie wieder vollzutanken. So ein 100 Liter Wassertank ist schon praktisch wenn er voll ist.
Danach ging es dann nach Faro wo wir es probieren sollten das Heiratszeugnis ausgestellt zu bekommen. Nach einem ersten Fehlanlauf bei der Stadtkammer hat man uns zum Mercado Municipal geschickt. Das Ziel war richtig und man wollte uns auch gern helfen, aber das Computersystem ist gerade ausgefallen. Also haben wir uns noch ein wenig die Füsse vertreten und nach einer Stunde liefen die Computer wieder und wir hatten unsere internationale Heiratsurkunde. Nun müssen wir damit noch aufs Amt in Berlin und alles ist komplett.


Da Faro nicht so wirklich schön und durch den sehr nahen Flughafen auch ziemlich laut ist, haben wir uns entschieden gleich weiterzufahren. Auf dem Weg nach Manta Rota haben wir noch schnell unsere Gasflaschen auffüllen lassen. Keine grosse Sache, aber laut WoMo Buch sind nur drei Plätze in Portugal bekannt wo man dt. Gasflaschen auffüllen kann.

Manta Rota ist ein kleines Touriestädtchen mit eine, schönen Strand und einer riesige Anlage für WoMos. Hier haben wir es uns zwei Tage gut gehen lassen und sogar die 4,50 für den Stellplatz mit WiFi und V/E genutzt. Es ist schon eine Weile her das wir für einen Platz etwas zahlen mussten/wollten.