Archiv der Kategorie: neuseeland tour 2007

7 Wochen auf der Nord- und Suedinsel unterwegs.

cape reinga – 90 mile beach – sand dünen – tane muhata

Der nördlichste Punkt Neuseelands, Cape Reinga, war für uns nur eine Fotostation. Dennoch ging es mehr als 100 km in den Norden über Stock und Stein.

Ein sehr schöner Zwischenstopp ist der von Ancient Kauri Kingdom, die Möbel und allerlei Ausgewöhnliches aus den Riesenbäumen herstellt. Hier findet man eine Treppe die in den Baum eingebunden wurde, oder eine Couch die aus einem einzigen riesigen Holz entstanden ist.

Kauri KingdomKauri Kingdom
Als wir endlich angekommen sind, ist uns der Wind ganz ordentlich um die Ohren gefegt. Ein kleines echt dickes Kerlchen ist sogar zurück zum Auto gelaufen, weil er Angst hatte weggeweht zu werden.

Cape Reinga

Auf dem Weg zurück haben wir an den Sanddünen halt gemacht. Einige fahren mit dem Wagen am Strand zurück, aber wir entschieden uns Sanchez zu verschonen.

90 Mile Beach - Sanddünen

Natürlich mussten auch wir den obligatorischen Stopp für den 90 Mile Beach machen und siehe da, das Auto vor uns ist im Sand stecken geblieben, was für ein Zeichen.

90 Mile Beach90 Mile Beach

Am Abend hieß aus zurück in Richtung Aukland. Auf dem Weg haben wir noch die Riesenbäume (Tane Muhata) besucht und einen kleinen Zwischenstopp für ein 10$ Subways Menü gemacht (lecker).

northland - 322.jpg

Die nächsten Tage werden wir in Aukland und Umgebung verbringen, denn da sind noch ein paar Attraktionen und Aktionen offen geblieben.

russell – waitangi – coopers beach

Ein sehr ruhiger Tag erwartete uns.
Und keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung. Also fahren wir nicht mit dem Segelboot zum „Hole in the Rock“, die scheinbar größte Attraktion in der Gegend. Ob sie eigentlich wissen, dass es in den poor knight island einige davon gibt?

Also nehmen wir die Fähre nach Russell und saugen ein wenig der Geschichte von Neuseeland ein. Immerhin ist Russell die erste offizielle Hauptstadt. Ein kleines verschlafenes Städtchen erwartet uns und wir genießen die ruhige Zeit bei einem klitzekleinen Bummel durch die Strassen.

Russellnorthland - 299.jpgRussellChristmas Tree

Waitangi – National Reservce
In dem Maori Village wurde die Geschichte der Maori und der Einfluss der Europäer, im speziellen England und Frankfreich, lebendig. Denn auf dem Gelände konnte man nicht nur eines der riesigen Kriegskanus der Maori (fasst immerhin 50 Mann!) bewundern, sondern auch das Haus in dem 1840 die Eigenständigkeit Neuseelands und der Schutz von England besiegelt wurde.

Waitangi National ReserveWaitangi National Reserve

Waitangi National ReserveWaitangi National Reserve

Abends gab es Austern, denn wenn man schon einmal die Möglichkeit hat sollte man sich das nicht entgehen lassen. Doch wie man einen guten Fisch versauen kann wurde nur allzu deutlich. Der Einfluss von Chips und Fish ist wohl eines der dunklen Kapitel der Kiwi-Küche. Sogar die Austern wurden fritiert angeliefert.

northland - 310.jpg

Ein klarer Ãœbernachtungstipp ist Coopers Beach, wo wir direkt am Strand einen großen Parkplatz mit Waschräumen gefunden haben. Wunderbarer Sonnenuntergang und eine ruhige Nacht.

Coopers Beach

tauchen poor knight islands – bay of islands

8 Uhr ging es vom Shop los. Also hieß es früh aufstehen.
Mit einer Gruppe von 15 Leuten sind wir auf dem Schiff hinausgefahren zu den Poor Knight Islands.
Fast schon unheimlich ist unser Glück, denn wir hatten einen Guide nur für uns allein.

tauchen mit Dive!
Der erste Tauchgang war noch ein wenig vom Gewöhnen an Umgebung und Tauchtechnik geprägt. Michael hat sich wieder einmal ein Barotrauma eingefangen, und lief mit dunkelblauen Augen herum.
Der zweite Tauchgang war sehr viel entspannter und man konnte sich herrlich an der Umgebung, jeder Menge Fische und Pflanzen erfreuen.

Anne-Kathrin in ihrem ElementPoor Knight Islands
Poor Knight Islands

Dive! ist ein wirklich guter Veranstalter. Es gab Milo und Suppe soviel man wollte. Guides und Ausrüstung waren super. Können wir gern weiterempfehlen.

Am Nachmittag ging es auf zu den Bay of Island in die Stadt Pahia. Also immer schön am Strand entlang. bergauf- bergab…

new plymouth – otaki – waitomo caves – hamilton

Ganz gemütlich haben wir uns aufgemacht um unser nächstes Ziel, die Stadt New Plymouth zu erkunden. In keiner vorgeschlagenen Route (Lonley Planet oder ADAC) hat man davon gesprochen, aber wieso soll man nicht einfach mal einen anderen Pfad einschlagen.

Auf dem Weg dorthin haben wir einen kurzen Stop in Otaki eingelegt. Man kann getrost „Outlet City“ sagen, denn ein Outlet Shop folgt dem nächsten.

Natürlich konnten wir nicht am Surf Highway 45 vorbei und haben uns ein paar schöne Wellen angesehen und vom Mount Egmont Vulkan bezaubern lassen. Und da das Glück uns bisher fast immer treu geblieben ist, haben sich sogar die Wolken für einen kurzen Moment bewegt und wir hatten einen tollen Blick.

Mount Egmont

New Plymouth war leider nicht viel mehr als eine mittelgrosse Stadt ohne wirklich nennenswerte Highlights. Also hieß es ein Quartier für die Nacht finden. Urenui Beach soll der Summerstrand schlechthin sein. Wir können nur hoffen das nicht alle Kiwis diesen kleinen schwarzen Sandstrand aufsuchen, dass könnte eng werden.

Urenui BeachUrenui Beach - spuren im sand

Was wir auf der ersten Tour nicht geschafft haben holten wir nun nach. Die Waitomo Caves standen bei Anne-Kathrin ziemlich weit oben auf der Liste. Wie es sich für uns gehört haben wir nicht einfach nur die Caves besucht, sondern gleich eine Black Water Rafting-Tour gemacht. Etwas mehr als 1,5 Stunden sind wir mit Neoprenanzug und einen Autoreifen untern Hintern durch die Höllen geschwommen und haben die Glühwürmchen bewundert.

Auf dem Weg nach Aukland liegt gleich noch Hamilton, die größte im Inland liegende Stadt. Natürlich ist aufgrund des Osterfestes hier auch nicht wirklich viel los, doch für eine heisse Schokolade und einen Hummingbird-Cake mit warmen Himbeeren reicht es allemal. Das hier die Rocky-Horror-Picture Show ihren Anfang nahm, sei nur nebenbei erwähnt.
Hamilton - Genuss...Hamilton - rocky horror picture show
Nun sind wir auf dem Weg nach Aukland und danach zu der Spitze der Nordinsel von Neuseeland. Hier geht es hoffentlich zum Tauchen und Segeln, aber wir lassen uns einfach überraschen…

queen charlotte track

Einige laufen ihn in fuenf Tagen und andere fahren ihn einfach mit dem Auto ab. Bei herrlichstem Wetter haben wir zwei Tage in den Marlbourough Sounds genossen und die Seele baumeln lassen. Anne-Kathrin wurde mit einem wunderbaren Frühstück geweckt und der erste Tag begann nicht nur viel versprechend, er wurde es auch. Wir konnten an fast keiner Ecke vorbeifahren ohne das obligatorische „wow-schön-toll“. Und um die Mittagszeit haben wir dann Anne-Kathrins Paradies gefunden. Die Picnic-Bay-Campsite, eine klitzekleine Bucht in der sie bestimmt die Hälfte ihres Buches einfach so verschlungen hat und ich in Ruhe die letzten Tage Revue passieren lassen konnte.

queen charlotte soundsqueen charlotte sounds

queen charlotte soundsqueen charlotte sounds

Danach ging es auf kleine Rundreise, wobei man bei einigen Passagen entweder ganz viel Vertrauen in seinen fahrbaren Untersatz, Sanchez ist unkaputtbar, oder einen Jeep haben sollte. Einmal hatte Anne-Kathrin doch tatsächlich gemeint, dass es hier nicht mehr weitergeht…doch noch 2 Kilometern wirklich wildem Gelände war die Welt wieder in Ordnung.

Es waren einfach ein paar schöne ruhige Tage die wir hier oben verlebt haben. Hier kann man es wirklich sehr gut aushalten…

Nun geht es von Wellington aus zur Entdeckungsreise der Nordinsel. Mal sehen wie lange wir hierfür brauchen, geplant sind erst einmal nur drei Wochen, aber wer weiss wohin es uns verschlägt…

kaikoura – dolphin encounter – blenheim – havelock

Wie es sich für einen Morgen am Strand gehört, war Michael mal wieder früh wach und genoss den Sonnenaufgang. Besonderes Highlight waren aber diesmal ein paar Delfine die sich ganz in der Nähe tummelten. Umso größer war die Vorfreude auf das was noch vor uns lag.

kaikoura - dusky dolphinskaikoura - sonnenaufgang
8.30 standen wir bei den Dolphin Encounter auf der Matte und hofften auf zwei freie Plätze. Alles was sie uns anbieten konnten, waren zwei „Shared-Swimmer“ Plätze. Also wenn einer keine Lust mehr hat sind wir dran. Gesagt getan und auf zum Boot.
Nach nur 10 Minuten Fahrt haben wir eine sehr große Gruppe von Delfinen erreicht und wir genossen das Treiben in vollen Zügen. Es hat nur zwanzig Minuten gedauert und auch Anne-Kathrin und ich waren mit im Wasser. Ein einfach unglaubliches Gefühl mit diesen sehr seltenen Tieren, die Dusky Dolphins, gemeinsam schwimmen zu dürfen. Da Delfine im allgemeinen als neugierig und verspielt gelten, hat es auch nicht lange gedauert und wir sind mit einer Gruppe von 4-5 Delfinen geschwommen. Man war Aug-in-Aug mit diesem wilden Tieren und hat sich an diesen kurzen aber intensiven Momenten mit ihnen wahnsinnig erfreut. Wir sind gespannt wie die Fotos der Unterwasserkamera, danke noch einmal liebe Ska´ler, geworden sind.

kaikoura - dusky dolphinskaikoura - dusky dolphins

kaikoura - dusky dolphinskaikoura - dusky dolphins

Bei der Rückkehr hat es wie es Eimern geschüttet und bis auf einen leckeren Kaffee und ein Stück Quarktorte (lecker!!) war in Kaikoura nichts mehr zu erleben. Also machten wir uns einfach auf nach Blenheim und hofften auf eine schöne Stadt oder zumindest schöneres Wetter. Eine der beiden Hoffnungen trat ein und es war…das schöne Wetter. Die Stadt selbst war nicht besonders attraktiv und wir wollten einfach nur noch etwas essen. Bei der Suche nach unserem Auto, ja auch in einer Kleinstadt kann man seine Orientierung kurzzeitig verlieren, haben wir einen Second-Hand Buchshop und einen Pizza-Hut gefunden. In beiden haben wir zugeschlagen und haben nun zwei neue Bücher und einen wahnsinnig vollen Bauch.

Weil unsere Fähre erst am Freitag geht, stehen nun zwei Tage im Norden der Südinsel auf dem Programm, ,Nach kurzem Suchen haben wir abseits vom Queen Charlotte Drive einen sehr netten Parkplatz mit Seeblick gefunden. Von hier aus sollte es nun zur Erkundung der Sounds gehen.

christchurch

Nach den letzten aufregenden Tagen und Aktionen wollten wir es diesmal endlich etwas gemütlicher angehen lassen. Was gibt es dabei besseres als eine Reise in eine Stadt die sehr gute Chancen hat unsere zukünftige Heimat zu werden.

Da wir diesmal in einem sehr feinen Viertel der Stadt unser Lager aufgeschlagen haben, konnten wir ganz gemütlich das Treiben auf den Strassen beobachten. Natürlich weckte uns wieder die Sonne und der Magen knurrte schon ganz gut, also machten wir uns auch gleich auf ins Zentrum.
Da im Zentrum eine komische Parkregel gilt, und zwar darf man selbst wenn man bezahlt nur maximal zwei Stunden an einer Stelle stehen bleiben, haben wir einfach etwas ausserhalb des Zentrum geparkt. Somit konnten wir durch den größten Park der Stadt schlendern und über 5 oder 6 große Rugbyfelder und einen Golfplatz laufen und den Morgentau unter unseren Füssen genießen. Hier gibt es doch tatsächlich mitten in der Stadt einen Golfplatz und einige ältere Semester haben auch munter ihre Bälle geschlagen.

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Die Stadt selbst hat uns den ganzen Tag über sehr gut gefallen und wir genossen unsere Zeit. Als allgemeine Unterhaltung gibt es gelegentlich ein paar Strassenkuenstler im Zentrum zu bestaunen. Mit feinem englischen Humor und lustigen Einlagen haben uns die „Motley Two“ über eine halbe Stunde lang unterhalten. Bei der Jongliereinlage haben sie sogar die Deutschen aufs Korn genommen und sehr technisch jongliert und gesagt, „Es ist wahnsinnig schwierig und technisch, aber ist nicht wirklich witzig…“ (englischer Humor).

Den restlichen Tag sah dann wie bei vielen Touristen aus, von einem Highlight zum nächsten und alles schön mit dem kostenlosen Shuttlebus abfahren. Christchurch ist, obwohl sie die zweitgrösste Stadt mit 340.000 Einwohnern ist, doch recht überschaubar und wir waren gegen 4 Uhr mit allem durch. Da waren nur noch die Delfine am Hafen zu bestaunen…

Doch als wir in Lyttelton angekommen sind, sahen wir nur einen großen Güterhafen, keine Delfine. Also haben wir wie immer einfach einen Passanten gefragt wo man denn Delfine oder Pinguine hier sehen kann. Erst sagte der nette ältere Herr, dass es heute keine zu sehen gibt. Er überlegte kurz und sprach, dass er jetzt gleich auf eine kleine Bootstour mit Freunden geht und ob wir nicht Lust hätten mitzukommen. Wir haben uns kurz angesehen und spontan zugesagt. Am kleinen Hafen trafen wir dann auf das Boot von 1912, welches im Krieg die verwundeten englischen Soldaten von Frankreich nach England gebracht hatte, und auf die restliche Crew. Es wurde eine sehr schöne und interessante Fahrt die wir sehr gemütlich und mit Frankfurt Würstenchen und Kaffee auf dem Boot ausklingen ließen. Aber der Gastfreundschaft nicht genug, bot uns einer der Herren sogar noch eine Dusche bei sich zuhause an. Wie der Zufall es wollte, war er sogar bis letztes Jahr noch Honorarkonsul von Deutschland in Neuseeland.
Ein wunderbarer Tag hat ein noch sehr viel schöneres Ende genommen.

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