Archiv der Kategorie: suedinsel

queen charlotte track

Einige laufen ihn in fuenf Tagen und andere fahren ihn einfach mit dem Auto ab. Bei herrlichstem Wetter haben wir zwei Tage in den Marlbourough Sounds genossen und die Seele baumeln lassen. Anne-Kathrin wurde mit einem wunderbaren Frühstück geweckt und der erste Tag begann nicht nur viel versprechend, er wurde es auch. Wir konnten an fast keiner Ecke vorbeifahren ohne das obligatorische „wow-schön-toll“. Und um die Mittagszeit haben wir dann Anne-Kathrins Paradies gefunden. Die Picnic-Bay-Campsite, eine klitzekleine Bucht in der sie bestimmt die Hälfte ihres Buches einfach so verschlungen hat und ich in Ruhe die letzten Tage Revue passieren lassen konnte.

queen charlotte soundsqueen charlotte sounds

queen charlotte soundsqueen charlotte sounds

Danach ging es auf kleine Rundreise, wobei man bei einigen Passagen entweder ganz viel Vertrauen in seinen fahrbaren Untersatz, Sanchez ist unkaputtbar, oder einen Jeep haben sollte. Einmal hatte Anne-Kathrin doch tatsächlich gemeint, dass es hier nicht mehr weitergeht…doch noch 2 Kilometern wirklich wildem Gelände war die Welt wieder in Ordnung.

Es waren einfach ein paar schöne ruhige Tage die wir hier oben verlebt haben. Hier kann man es wirklich sehr gut aushalten…

Nun geht es von Wellington aus zur Entdeckungsreise der Nordinsel. Mal sehen wie lange wir hierfür brauchen, geplant sind erst einmal nur drei Wochen, aber wer weiss wohin es uns verschlägt…

kaikoura – dolphin encounter – blenheim – havelock

Wie es sich für einen Morgen am Strand gehört, war Michael mal wieder früh wach und genoss den Sonnenaufgang. Besonderes Highlight waren aber diesmal ein paar Delfine die sich ganz in der Nähe tummelten. Umso größer war die Vorfreude auf das was noch vor uns lag.

kaikoura - dusky dolphinskaikoura - sonnenaufgang
8.30 standen wir bei den Dolphin Encounter auf der Matte und hofften auf zwei freie Plätze. Alles was sie uns anbieten konnten, waren zwei „Shared-Swimmer“ Plätze. Also wenn einer keine Lust mehr hat sind wir dran. Gesagt getan und auf zum Boot.
Nach nur 10 Minuten Fahrt haben wir eine sehr große Gruppe von Delfinen erreicht und wir genossen das Treiben in vollen Zügen. Es hat nur zwanzig Minuten gedauert und auch Anne-Kathrin und ich waren mit im Wasser. Ein einfach unglaubliches Gefühl mit diesen sehr seltenen Tieren, die Dusky Dolphins, gemeinsam schwimmen zu dürfen. Da Delfine im allgemeinen als neugierig und verspielt gelten, hat es auch nicht lange gedauert und wir sind mit einer Gruppe von 4-5 Delfinen geschwommen. Man war Aug-in-Aug mit diesem wilden Tieren und hat sich an diesen kurzen aber intensiven Momenten mit ihnen wahnsinnig erfreut. Wir sind gespannt wie die Fotos der Unterwasserkamera, danke noch einmal liebe Ska´ler, geworden sind.

kaikoura - dusky dolphinskaikoura - dusky dolphins

kaikoura - dusky dolphinskaikoura - dusky dolphins

Bei der Rückkehr hat es wie es Eimern geschüttet und bis auf einen leckeren Kaffee und ein Stück Quarktorte (lecker!!) war in Kaikoura nichts mehr zu erleben. Also machten wir uns einfach auf nach Blenheim und hofften auf eine schöne Stadt oder zumindest schöneres Wetter. Eine der beiden Hoffnungen trat ein und es war…das schöne Wetter. Die Stadt selbst war nicht besonders attraktiv und wir wollten einfach nur noch etwas essen. Bei der Suche nach unserem Auto, ja auch in einer Kleinstadt kann man seine Orientierung kurzzeitig verlieren, haben wir einen Second-Hand Buchshop und einen Pizza-Hut gefunden. In beiden haben wir zugeschlagen und haben nun zwei neue Bücher und einen wahnsinnig vollen Bauch.

Weil unsere Fähre erst am Freitag geht, stehen nun zwei Tage im Norden der Südinsel auf dem Programm, ,Nach kurzem Suchen haben wir abseits vom Queen Charlotte Drive einen sehr netten Parkplatz mit Seeblick gefunden. Von hier aus sollte es nun zur Erkundung der Sounds gehen.

christchurch

Nach den letzten aufregenden Tagen und Aktionen wollten wir es diesmal endlich etwas gemütlicher angehen lassen. Was gibt es dabei besseres als eine Reise in eine Stadt die sehr gute Chancen hat unsere zukünftige Heimat zu werden.

Da wir diesmal in einem sehr feinen Viertel der Stadt unser Lager aufgeschlagen haben, konnten wir ganz gemütlich das Treiben auf den Strassen beobachten. Natürlich weckte uns wieder die Sonne und der Magen knurrte schon ganz gut, also machten wir uns auch gleich auf ins Zentrum.
Da im Zentrum eine komische Parkregel gilt, und zwar darf man selbst wenn man bezahlt nur maximal zwei Stunden an einer Stelle stehen bleiben, haben wir einfach etwas ausserhalb des Zentrum geparkt. Somit konnten wir durch den größten Park der Stadt schlendern und über 5 oder 6 große Rugbyfelder und einen Golfplatz laufen und den Morgentau unter unseren Füssen genießen. Hier gibt es doch tatsächlich mitten in der Stadt einen Golfplatz und einige ältere Semester haben auch munter ihre Bälle geschlagen.

christchurch - 43

christchurch - 41christchurch - 42christchurch - 45

Die Stadt selbst hat uns den ganzen Tag über sehr gut gefallen und wir genossen unsere Zeit. Als allgemeine Unterhaltung gibt es gelegentlich ein paar Strassenkuenstler im Zentrum zu bestaunen. Mit feinem englischen Humor und lustigen Einlagen haben uns die „Motley Two“ über eine halbe Stunde lang unterhalten. Bei der Jongliereinlage haben sie sogar die Deutschen aufs Korn genommen und sehr technisch jongliert und gesagt, „Es ist wahnsinnig schwierig und technisch, aber ist nicht wirklich witzig…“ (englischer Humor).

Den restlichen Tag sah dann wie bei vielen Touristen aus, von einem Highlight zum nächsten und alles schön mit dem kostenlosen Shuttlebus abfahren. Christchurch ist, obwohl sie die zweitgrösste Stadt mit 340.000 Einwohnern ist, doch recht überschaubar und wir waren gegen 4 Uhr mit allem durch. Da waren nur noch die Delfine am Hafen zu bestaunen…

Doch als wir in Lyttelton angekommen sind, sahen wir nur einen großen Güterhafen, keine Delfine. Also haben wir wie immer einfach einen Passanten gefragt wo man denn Delfine oder Pinguine hier sehen kann. Erst sagte der nette ältere Herr, dass es heute keine zu sehen gibt. Er überlegte kurz und sprach, dass er jetzt gleich auf eine kleine Bootstour mit Freunden geht und ob wir nicht Lust hätten mitzukommen. Wir haben uns kurz angesehen und spontan zugesagt. Am kleinen Hafen trafen wir dann auf das Boot von 1912, welches im Krieg die verwundeten englischen Soldaten von Frankreich nach England gebracht hatte, und auf die restliche Crew. Es wurde eine sehr schöne und interessante Fahrt die wir sehr gemütlich und mit Frankfurt Würstenchen und Kaffee auf dem Boot ausklingen ließen. Aber der Gastfreundschaft nicht genug, bot uns einer der Herren sogar noch eine Dusche bei sich zuhause an. Wie der Zufall es wollte, war er sogar bis letztes Jahr noch Honorarkonsul von Deutschland in Neuseeland.
Ein wunderbarer Tag hat ein noch sehr viel schöneres Ende genommen.

christchurch - 48 christchurch - 49

christchurch - 52christchurch - 51christchurch - 50

christchurch – hanmer springs

Die vorerst letzten Tage auf der Südinsel wollten wir ganz in Ruhe genießen. Also standen diesmal keine waghalsigen Aktionen auf dem Programm, sondern einfach nur Flora und Fauna.

Von Christchurch aus haben wir uns auf den Weg nach Kaikoura gemacht, eine kleine Stadt von der man Delfine, Wale und Albatrosse bestaunen kann. Auch wenn wir bereits frisch geduscht waren, noch einmal vielen Dank nach Christchurch, konnten wir es uns nicht nehmen lassen einen kurzen Abstecher nach Hanmer Springs zu machen. Hier haben wir dann bei bis zu 41 Grad Wassertemparatur die Seele baumeln lassen. Da das Bad doch eher überschaubar ist, haben wir uns nach zwei Stunden wieder auf den Highway begeben. Natürlich nicht ohne vorher im i-Site unsere Delfintour vorzubuchen und unsere Fähre für Freitag zu prüfen.
Am späten Nachmittag erreichten wir dann endlich Kaikoura, eine wirklich kleine klitzekleine Stadt, die ohne die Meeressäuger wohl im Atlas ein weißer Punkt wäre.
Ganz deftig haben wir uns Fish&Chips genehmigt. Und wir können schwören, dass hier mit Öl nicht gespart wird! Aber der Magen war schließlich voll und die Nachtruhe am extra für Camper freigehaltenen Parkplatz gerettet.

rangaitata river – rafting

Easy Jungs! Den heutigen Morgen haben wir gemütlich angehen lassen. Wer möchte sich am frühen Morgen stressen lassen. Heute stand Rafting auf unserem Programm. Da es die Nacht vorher ordentlich geregnet hat, verhieß dies viel Wasser und eine Menge Spass.
Auf dem Wasser ging er erst einmal auf ruhigen Kurs den Fluss abwärts. So hatten wir genügend Zeit, auf Kommando von rechts nach links zu springen, an der Sicherheitsleine festkrallend uns zu ducken und die Verhaltensregeln zu pauken, was passiert wenn das Boot kentert. Als wir alles intus hatten und Trockenübungen mit Bravur gemeistert hatten, ging es auf zu den ersten Stromschnellen.

rafting - Rangitata River

Gemütliche Klasse 2 Passagen gefolgt von ein paar wirklich lustigen Klasse 4 Abschnitten. Da wurden man wirklich ganz im Boot hin- und hergeschleudert und wurde ordentlich nass. Das Wasser war nicht nur wahnsinnig kalt, schließlich kommt es frisch vom Gletscher, sondern auch noch mächtig schnell unterwegs. Ungefähr 150m3 gingen pro Sekunden den Strom hinab oder 150 Elefanten liefen hinter einem her.
Die Klasse 5 Passagen waren dann der Höhepunkt der Tour. Denn sehr viel schneller kann man im kommerziellen Rafting nicht unterwegs sein.

rafting - die furchtlosen 7rafting - volle fahrt vorausrafting - stromschnellenrafting - und wo ist das team?

Unser Team hat sich wirklich tapfer geschlagen, bis uns ein anderes Boot von hinten gerammt hat. Schon lagen drei unserer Männer in den Stromschnellen und das andere Boot hat sich komplett gedreht. Nach ein paar Minuten des Einsammeln der über Board gegangenen konnten wir die Fahrt fortsetzen.

rafting - bei Raft Klasse 5 überleben nicht alle :)

Der letzte Programmpunkt war ein Sprung aus 10 Metern Höhe. Natürlich konnte sich das Anne-Kathrin nicht entgehen lassen und stand als eine der ersten an der Klippe…

rafting - anne-kathrin springt von 10 Meter Klippe
Ganz ruhig und mit einem wunderbaren BBQ haben wir mit all den Anderen den Tag ausklingen lassen. Den Abend verbringen wir in Christchurch, eventuell ist das eine Stadt in der wir unser Lager aufschlagen. Schauen wir mal was die nächsten Tage an Neues bringen….

otago island – peel forest

Ganz gemütlich haben wir den Tag begonnen und sind erst einmal auf Otago Island an den Sandfly Beach gefahren. Noch vor dem Frühstück haben wir uns auf die Suche nach Pinguinen gemacht. Auf dem Weg zum Strand mussten wir durch eine kleine Herde von Schafen auf einem Bauernfeld. Endlich am nach völlig menschenleeren Strand angekommen haben wir zunächst nur ein paar Möwen gesehen. Doch nach ein wenig Zeit haben wir einen großen wankenden Haufen am anderen Ende des Strands entdeckt. Es war ein großer Seelöwe der gerade aus dem Ozean gekommen ist und noch ein wenig dösen wollte. Also sind wir ein wenig näher gekommen und haben ein paar schöne Bilder gemacht und zufällig noch einen Kollegen von ihm gesehen. Doch wer kennt es nicht, den Morgen gern etwas ruhiger angehen zulassen. Also haben wir die beiden einfach in Ruhe gelassen und haben auch uns ein schönes Frühstück gemacht.

southern scenic route - sandfly beachsouthern scenic route - sandfly beachsouthern scenic route - sandfly beach
Das Ziel war heute Peel Forest und Rangitata Rafts. Also mussten ein paar km geschafft werden, doch was gibt es schöneres ein gemütliches Mittagessen am Strand. Deshalb haben wir einfach gestoppt und die Zeit genossen…

Da man in Neuseeland wirklich frisches Obst und Gemüse direkt vom Bauern kaufen kann, haben wir in Makikihiki einen Stopp gemacht und uns mit frischen Obst eingedeckt. Ganz zufällig haben wir bei unserem letzten Stopp herausgefunden, dass man bei dem Rafting-Anbieter für 5$ mit unserem Sanchez campen kann. Also gab es diesmal keine Frage wo wir schlafen. Es war eine sehr gute Idee, denn hier haben wir eine große Küche und jede Menge nette Leute getroffen und eine warme Dusche…

invargargill – catlin forest – otago island

Die Stadt kann man nun nicht wirklich ein touristisches Highlight nennen, doch wenn man schon einmal da ist sollte man sich ein wenig Zeit nehmen.
Dies taten wir dann auch gleich und die i-Site empfahl uns als erstes das städtische Museum und danach den Garden Park. Das Museum war in der Tat recht interessant und hat uns ein wenig die Geschichte der Aukland Island und der Geschichte der Maori nähergebracht. Besonders interessant ist die Einrittpreispolitik, denn man zahlt je nachdem wieviel man möchte.

Der Park war ein sehr schöner klassischer englischer Park mit Grass ganz kurzgeschoren und saftig grün. Für alle Rosenfreunde unter uns, gab es noch die Besonderheit von zwei Rosengärten.

southern scenic route - invargarcillsouthern scenic route - invargargill rosengartensouthern scenic route - invargargill rosengarten

Leider oder zum Glück hat Anne-Kathrin in der Frontscheibe einen etwas größeren Riss gesehen. Also sind wir gleich einmal zu unserem neuen Servicepartner AA gegangen. Auf Empfehlung sind wir nach kurzer Zeit sind wir bei Smith&Smith, den Glasexperten, gelandet. Die 600$ für die neue Scheiben haben wir erst einmal gespart, denn die Experten haben uns beruhigt das wir mindestens noch 4-5 Wochen damit fahren können. Dann können wir sie in unserer zukünftigen Stadt fixen lassen.

Wir haben uns aufgemacht Richtung Catlin Forest. Leider waren wir in Porpoise Bay nicht erfolgreich und konnten weder Delfine noch Seelöwen sichten. Auf dem Weg zur Cannibal Bay haben wir ab und zu gestoppt um ein paar Wasserfälle zu besuchen. Sicherlich gehören sie nicht unbedingt zu der Kategorie Niagarafälle, aber sie sind eine nette Abwechslung zur Autofahrt. An der Cannibal Bay waren wir aber dafür sehr erfolgreich. Mitten am Strand lagen zwei Seelöwen die gerade Mittagsschlaf hielten. Fast 30 Minuten konnten wir mit ihnen gemeinsam den Strand teilen. Irgendwann wurde der Mutter das kalte Nass und der nervende Balg zu viel und sie sind zurück in den Ozean getappst. So ein Leben möchte man haben, einfach den ganzen Tag dösen…

southern scenic route - seeloewensouthern scenic route - seeloewensouthern scenic route - alles im blick
Für den heutigen Tag fehlten noch Delfine und Pinguine. Also haben wir uns Richtung Nugget Point aufgemacht. Leider hat uns das gute Wetter verlassen und wir konnten nicht die eigene Hand vor Augen sehen. Als die Wolken irgendwann doch einmal verschwunden waren, konnten wir bis auf ein paar Robben und Pinguine in weiter Ferne nichts erblicken.

southern scenic route - leutturmsouthern scenic route - wetterwelten
Als wir dann endlich unsere Fahrt fortsetzen wollten, hat uns unser treuer Freund eine Strich durch die Rechnung gemacht. Somit hieß es erstmal einen Reifen wechseln. Auf unbefestigten Boden ist das überhaupt kein Spass…doch was wäre man ohne nette Hilfe. Ein Ehepaar aus Australien hat uns prompt unter die Arme gegriffen und nach etwas längerem Hin-und-Her-und-Auf-und-Ab war der neue Reifen dran.

southern scenic route - sanchez braucht neuen reifen
Bis zur nächsten Stadt sind wir mit dem Ersatzreifen gekommen und haben dort für sage und schreibe 10 Euro wechseln lassen.

Nach ein paar Streicheleinheiten für den matretierten Sanchez, haben wir diesen so stressigen Tag auf Otago Island in der Nähe von Dunedin City ausklingen sehen. Gecampt haben wir auf dem Parkplatz des Royal Albatros Centre. Man konnte kaum die Hand vor Augen sehen, so diesig war es. Schon ein etwas  komisches Gefühl…