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Amarongachi – Shangrila

Die drei Schlauchboote standen schon bereit, um ein weiteres Kapitel der Aktivtour zu beginnen.
Die Stromschnellen des Rio Napo machten die Fahrt zu einer äusserst lustigen Angelegenheit. Bei strömende Regen ging es in den Fluss. Somit waren alle schon vor dem Start ordentlich nass und der Fluss hatte noch einmal einen höheren Pegelstand.
Ein kurzer Stop an einer versteckten Lagune gab uns die Möglichkeit Haut und Haar mit natürlichem Schönheitsschlamm zu pflegen. Somit war es auch kein Problem die in einem schmalem Felsgang lebenden Fledermäuse zu irritieren. Ãœber unseren Köpfen schwirrten sie trotzdem, doch keiner wurde ausgesaugt. :-)
An einer klassischen Mutprobe, dem Springen von einem Felsvorsprung, konnte man sich auch beweisen.

Von 5, 8 oder 10 Metern ging es hinab in den Fluss. Natürlich gab es wieder einige die aus den verschiedensten Gründen geschwächelt haben  Die nächste Station war das kleine Paradies Shangrila. Eine Aussicht, unglaublich. Alle waren begeistert von dem Luxus dieser Aussicht und dem Strom, den es für den ein oder anderen Fön gab ;)
Der Abend klang, Sterneguckend in der Hängematte liegend, gaaanz ruhig aus.

Cabañas

Ausgerüstet mit Gummistiefeln und wasserdicht-verpackten Fotoapperaten machten wir uns auf den fünf-stündigen Weg. Insgesamt galt es, 5 Wasserfälle zu bezwingen. Damit das Ganze auch nicht zu einfach wurde, erschwerten glitschige Steine, morsche Baumstämme, wassergefüllte Gummistiefel und hüfthohes Wasser das Klettern. Eduardo (unser ortskundiger Guide) sicherte uns bei den steilsten Wasserfällen mit einem Seil ab. Trocken bleiben war unmöglich!
Zwischendurch legten wir 2 kleine Badepausen am Fusse einer der wunderschönen Wasserfälle ein. Der Rückweg führte uns durch dichtes Gestrüpp und steile Hänge abwärts. Wir konnten uns auch an einer Liane testen und wie Tarzan und Jane durch den Dschungel baumeln.

Durchnässt und verschmutzt, aber erfolgreich und mit unvergesslichen Eindrücken, kehrten wir zu unseren Cabañas zurück und freuten uns auf das leckere Mittagessen.
Am Abend zeigte sich, wer noch nicht all sein Allgemeinwissen im Dschungel verloren hatte. Ein kleines Buch wurde zum willkommenen Zeitvertreib.

Puyo – Tena

Ein klassischer ruhiger Morgen am Frühstückstisch: Einige Teilnehmer sind klassische Morgenmuffel und erwachen erst bei einem Glas frischen Brombeersaft…
Im ethnisch-botanischen Garten erfuhren wir, dass ein Stamm im Amazonas zwei getrennte Eingänge für Mann und Frau hat und dass der persönliche Stuhl des Hausherren beim Verlassen des Hauses umgedreht wird. Die ersten Mückenstiche heilten einige mit Drachenblut des gleichnamigen Baumes. Glücklicherweise versuchte sich niemand an den hochgiftigen Kräuterchen.
Auf dem Weg nach Tena besuchten wir die Tieraufzuchtsstation „Fatima“.

Die kleinen Totenkopfäffchen begrüssten uns auf Herzlichste in unserem Van. Der naturbegeisterte Besitzer erklärete uns seine Tiere und die Aufgaben die er sich zum Ziel gesetzt hat. Einige Tiere hatten wir bis dahin noch nie vorher gesehen, wie der riesige Tapir oder die sich im Wasser vermehrenden „Riesenratten“. (Kapiware)
Für die nächsten 70 km haben wir ca. 4 Std. gebraucht und dabei die verblüffende Selbstsicherheit bei der Wegbeschreibung kennen gelernt. Verfahren haben wir uns aber trotzdem, oder gerade deswegen…

Tena – Cabanas Amarongachi Teil 3

Der Tanz mit dem Besen wurde für viele zur stressigen Tanzpartie, da man sich beim fallen des Besens einen neue Partnerin suchen musste. Wieder einmal war es Walram, welcher sehr häufig mit Besen da stand. Den Humor des Regenwaldes brachte man uns auch noch bei, wobei sich Tom als Ãœbersetzer und Schauspieler alle Mühe gab. Die Fabel war nicht für Jugendliche unter 18 Jahren und hat allen viel Spass bereitet.

Das Testen unseres Dschungelführers ob „Tom Tom`s“ Brusthaare wirklich echt oder doch nur ein Toupè sind, brachte viele Lacher. Ecuadorianer sind auf der Brust so glatt wie ein Babypopo und daher sehr fasziniert von Tom´s Haarpracht.

Tena – Cabanas Amarongachi Teil 2

…Zum „Gummi-Donuts-Raften“ wurden jeweils 4 Schläuche zusammengebunden. Das „Raften“ wurde in reissender Strömung und herrlicher Landschaft zum unvergesslichen Erlebnis mit hohem Funfaktor!

Der Indigeno (Ureinwohner) Eduardo zeigte uns später in seinem Garten (Wald) Pflanzen die im Regenwald zur Heilung verschiedenster Krankheiten benutzt werden. Einige Pflanzen erklärte er uns auf seine eigene lustige Art und Weise. Die Kraft der ecuadorianische Brennessel war für alle noch Minuten später spürbar. =O)

Die Nacht brach gegen halb sieben herein und da es keinen Strom gab, wurde der Abend bei Kerzenschein verbracht. Und wieder einmal zeigte sich die Gruppe von ihrer geselligen Art, als die sehr bekannte urtypische Gruppe „Helio“ einige ihrer Stücke zum Besten gab.

Banos – Teil 2

Es wurde eine ordentliche Schlammschlacht, auf den matschigen und ungeteerten Strassen. Die Spitzengruppe um Frank, Tom und Michael hat sich sehr schnell vom Feld abgesetzt. Wieder zusammegeführt, überquerte die Gruppe ein Fluss, der über die Strasse führte und für einige ein sehr nasses Hindernis darstellte.

Die Aussicht, dass es nach einem letzten grossen Aufstieg nur noch bergab gehen sollte, liess viele am Leben erhalten. Doch nach drei, vier oder noch mehreren Steigungen war die Motivation bei einigen doch angekratzt. Trotz alledem haben alle die 60 km in sensationellen 6,5 Stunden geschafft!

Die Dusche und die anschliessende Pizza wurden in Ruhe genossen und waren der Abschluss dieses anstrengenden aber schönen Tages.

Banos

Das Frühstück auf der Dachterasse sollte die Stärkung für einen sehr erlebnisreichen Tag werden. Um 9 Uhr ging es zum Mountainbikeausrüster.

Die erste Etappe war dann auch eine asphaltierte Strasse, die uns zu einer Seilbahn führte. Es wurde schon eine schaukelige und lustige Angelegenheit, 180 Meter über dem Fluss. 5 Leute in einer Gondel schien manchmal ganz schön viel, doch angekommen sind alle ;)
Die zweite Etappe führte uns zum „Pialaro de Diablo“ (teuflischer Wasserfall). Eine wirklich atemberaubende Geräuschkulisse empfing uns. Das Wasser fiel immerhin über 40 Meter tief in eine enge Felsenschlucht.

Nach einem kurzen Snack ging es dann in strömendem Regen weiter, was der Tour noch den besonderen Kick gab.